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Regularität gilt vielen als unverzichtbarer Ordnungsrahmen der Freimaurerei. Doch was geschieht, wenn Regeln Orientierung geben – und zugleich Denken begrenzen? Ein Videomeeting am 11. März untersucht die historischen Wurzeln der Regularität, ihre Rolle heute und die Frage, wie reformfähig Freimaurerei unter diesen Bedingungen noch ist.
In der Freimaurerei gehört der Begriff Regularität zu den zentralen Ordnungsprinzipien. Großlogen erkennen einander an oder eben nicht – und diese Anerkennung entscheidet darüber, welche Logen als „regulär“ gelten und welche nicht.
Doch was bedeutet dieses Prinzip eigentlich genau? Das kommende Videomeeting am 11. März stellt diese Frage bewusst offen. Es geht nicht um ein Urteil, sondern um eine Untersuchung der Fragen, woher die Idee der Regularität stammt, welche Probleme sie ursprünglich lösen sollte und welche Folgen sie heute für die Entwicklung der Freimaurerei hat.
Historisch entstand Regularität als Versuch, Ordnung und Orientierung in einer wachsenden Bewegung zu schaffen. Sie sollte Abgrenzung ermöglichen, Vertrauen sichern und eine gemeinsame Grundlage für Logenarbeit schaffen. Mit den Jahrzehnten entwickelte sich daraus jedoch ein komplexes System gegenseitiger Anerkennungen und Ausschlüsse. Für viele Freimaurer ist dieses System selbstverständlich geworden – für Außenstehende dagegen oft schwer verständlich. Deshalb stellt sich heute eine Reihe neuer Fragen:
Welche Funktionen erfüllt Regularität tatsächlich noch?
Welche Traditionen werden verstanden – und welche nur noch verwaltet?
Wo schafft Regularität Orientierung, und wo verhindert sie möglicherweise notwendige Diskussionen? Das Videomeeting knüpft damit an das vorherige Gespräch zur Mitgliederentwicklung an, in dem bereits deutlich wurde, dass viele strukturelle Fragen der Freimaurerei heute neu betrachtet werden müssen.
Im Mittelpunkt steht eine sachliche Analyse: Was war die ursprüngliche Idee hinter Regularität – und welche Bedeutung hat sie in einer Gesellschaft, die sich seit ihrer Entstehung grundlegend verändert hat? Dabei wird auch eine Perspektive betrachtet, die in der freimaurerischen Diskussion zunehmend auftaucht: die Idee freierer Organisationsformen, wie sie etwa im Konzept der „Freien Maurer“ beschrieben werden.
Das Meeting versteht als Einladung zum Nachdenken, denn eine lebendige Tradition zeichnet sich dadurch aus, dass sie verstanden und erklärt werden kann.
11. März 2026 um 19 Uhr. Offenes Videomeeting über das datenschutzfreundliche Alfaview. Anmeldungen bitte über https://freie-maurer.de/regularitaet-ordnungsrahmen-oder-denkverbot/




